Zeitungsartikel in der NFZ: „Youth for Hope macht Freude“

Zeiningen / Nairobi. Seit Ende Juli 2018 ist das neue Kinderheim von Youth for Hope in Ngong bei Nairobi bezogen. Die Kinder und Jugendlichen haben sich unterdessen prächtig eingelebt und fühlen sich in ihrem neuen Haus so richtig daheim. Wie Hans Haas, der Präsident des Zeininger Trägervereins Youth for Hope  berichtet, sind mittlerweile auch die Kinderkrankheiten beim Neubau weitgehend behoben und man darf sich sehr wohl fühlen. Die von einer Gruppe der Fricktaler Rotarier im letzten November in 500 Arbeitsstunden erstellte Aussendusche bringt nicht nur wertvolle Dienste, sie wird auch rege benutzt.

Im letzten Dezember war die Wasserversorgung während einiger Zeit recht knapp und es musste mit Lastwagen wertvolles Nass zugeführt werden. Mit einem weiteren, neuen Wasseranschluss konnte dieser Mangel behoben werden und alle freuen sich an genügend Trinkwasser. Hans Haas schrieb damals dazu: „Ja, manchmal geht es schnell. Gestern Morgen wurde mit dem Bau der neuen Wasserleitung begonnen und am Abend bezogen wir bereits gutes Trinkwasser. Hurra!“ 600 Franken kostete die Projektumsetzung!

 

Lyndah – das Kind der ersten Stunde

Im zarten Alter von sechs Jahren wurde Lyndah Khamwenyi ins Kinderheim Watoto Mbele aufgenommen. Das heisst, sie war vom ersten Tag der Existenz dieses Heimes mit dabei. Barbara König – Haas, die Leiterin des Kinderheims, beschreibt Lyndah so: „Sie war vom ersten Tag an sehr lieb und hilfsbereit. Sie machte auch immer, was zu tun war.“ Die unterdessen 22-jährige junge Frau besuchte die ordentlichen Schulen mit High School und College. Anschliessend bildete sich Lyndah zur Sozialarbeiterin aus. Ihr Studium schloss sie mit „Credit“, also mi 5+ ab. Heute besitzt sie ein Diplom in Gemeindeentwicklung und Sozialarbeit.

Eigene, wertvolle Erfahrung für den Umgang mit Kindern sammelte Lyndah während der Ausbildung. So absolvierte sie 2017 ein vier Monate dauerndes Praktikum in einer Einrichtung für Kinder. Dazu meint sie: „I learnt a lot about children rights. That might be helpful in future.“ Sie lernte also viel über Kinderechte, was ihr einmal hilfreich sein könnte. In einem dem Studium folgenden Volontariat in einer Schule für spezielle, für behinderte Kinder lernte Lyndah den Umgang mit ihnen und wie man zu ihnen Sorge trägt, „how to take care to them“, wie sie sagt.

Momentan absolviert die junge Frau ein Volontariat in Youth for Hope und macht die Stellvertretung von Barbara König – Haas, wenn diese sich nicht in Ngong befindet. „Sie macht das zuverlässig und sehr gut und verlangt von ihren Mitmenschen die gleiche Zuverlässigkeit, sagt Barbara König Haas dazu. Sie sucht aber noch eine andere Wirkungsstätte, um ihr Wissen und Können zu komplementieren. Wie stark sich Lyndah mit ihrer Arbeit identifiziert entnimmt man ihrer Aussage: „I am so happy working here cause it feels great giving  back to this place that has raised me up to the person I have become.“ Also: Sie ist sehr glücklich dort zu arbeiten, weil es sich grossartig anfühlt, dem Platz etwas zurückzugeben, der sie zu der Person gemacht hat, die sie heute ist.

Lyndah hat also die gesamte Entwicklung von Youth for Hope miterlebt. Sie gibt sich ausserordentlich dankbar gegenüber allen Leuten, die mitgeholfen haben. Youth for Hope zu dem zu machen, was es heute ist. „Now we have our own place and a big house to accommodate all of us and even more”, sagt sie dazu, oder jetzt haben wir unseren eigenen Platz und ein grosses Haus, wo wir alle wohnen und noch mehr. Dafür ist sie dankbar, sehr dankbar. Sie kann das nicht genug sagen. „Thank you very much and may you be blessed abundantly“, strahlt sie beim Gespräch. Es ist auch angedacht, dass Lyndah Khamwenyi nach gesammelten Erfahrungen das Kinderheim später einmal leiten könnte. Die nötige Einstellung und die Fähigkeiten dazu bringt sie mit.

Hans Zemp:
Vielen herzlichen Dank für die Verfassung und Veröffentlichung dieses tollen Artikels!

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