Unsere neue Photovoltaik-Anlage!

Liebe Freunde! Seit kurzem gibt es eine optische Veränderung am Haus, die man nur von Google Maps aus sehen kann – Wir haben unsere Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erhalten! 🙂 Seitdem können wir unseren benötigten Strom bei guten Verhältnissen vollständig selber produzieren und machen uns so unabhängig von der Instabilität des lokalen Stromnetzes!

Es war beeindruckend, mit welcher Professionalität die Anlage von den kenianischen  Technikern installiert und programmiert wurde. Und der Moment, wo Hans auf seinem iPad den Anlagen-Status abrufen konnte, war natürlich unbezahlbar. 🙂

An dieser Stelle danken wir dem Lions-Club nochmals ganz herzlich, dass sie uns das Solarprojekt ermöglicht haben. Es ist ein beispielhaftes, nachhaltiges und kostensparendes Projekt geworden!

Neuer Artikel in der NFZ

In der Ausgabe vom 19. September wurde in einem tollen Artikel über die letzten Monate in Ngong berichtet – herzlichen Dank einmal mehr an Hans Zemp für die Verfassung!

Hier ist der ganze Artikel für euch zum nachlesen:

 

Youth for Hope macht Freude

Vor gut einem Jahr durfte in Ngong das neue Kinderheim des Zeininger Vereins Youth vor Hope bezogen werden. Den Kindern und Jugendlichen ist es wohl in ihrem neuen Daheim. Noch stehen einige Verbesserungen an.

Zeiningen. Es ist bereits mehr als ein Jahr verflossen, seit die Kinder und Jugendlichen ihr neues Heim beziehen konnten. Viel ist unterdessen passiert. Viel wird auch in Zukunft passieren. Man hat sich aber sehr gut an die neuen Wohnverhältnisse gewöhnt, man ist glücklich etwas mehr Platz zum Arbeiten, Lernen, Verweilen und Schlafen zu haben. Momentan betreut der Verein Youth for Hope gegen 60 Kinder und Jugendliche. Vor allem in der Ferienzeit ist das Haus mit 40 anwesenden Jugendlichen wirklich stark belegt. Wenn die Ferien wieder vorbei sind, wohnen einige in Boardingschulen. Zwanzig etwas ältere Burschen und Töchter wohnen selbständig oder zusammen mit geeigneten Leuten. Alle diese 60 Leute erhalten vom Verein Youth for Hope finanzielle Unterstützung, damit sie die notwendigen Lebensbedürfnisse abdecken können.

Die Schweizer Klosterfrau Schwester Theres wohnt seit vielen Jahren in Nairobi. Sie pflegt zur Heimleiterin Barbara König – Haas ein freundschaftliches Verhältnis und vermittelt oft Kinder, die ins Heim aufgenommen werden können. So sind jüngst zwei Zehnjährige dazu gestossen. Dafür hat Jacob seine Ausbildung beendet und arbeitet jetzt in einem NGO-Betrieb als Finanzverwalter. Mit seinem Lohn kann er allen seinen persönlichen Verpflichtungen gut nachkommen.

In Kenia bezahlen die Kinder Schulgeld. Darum freut sich der Verein Youth vor Hope über jede Patenschaft und jede Spende. Nur so lassen sich die Lebensgrundbedürfnisse und die Ausbildung finanzieren. So durfte sich Präsident Hans Haas in Zeiningen riesig freuen, als er seinem Briefkasten den wirklich tollen Betrag von 1000 Franken entnehmen durfte. Die Spende wurde anonym gemacht und sie wird vom Vorstand ganz herzlich verdankt.

Dem Lions Club sei Dank

Dass das Projekt in Ngong viel Goodwill erleben darf, zeigt sich auch darin, dass immer wieder Vereine oder Vereinigungen darauf aufmerksam werden und ihr Wohlwollen auf sympathische Art und Weise zeigen. Nach dem Grosseinsatz der Rotarier Ende letzten Jahres (die NFZ berichtete darüber) erfreute neu der Lions Club mit prächtiger Grosszügigkeit. Youth for Hope durfte 12‘500 Franken in Empfang nehmen. Damit lässt sich eine Photovoltaikanlage finanzieren. Die Installation ist für November in diesem Jahr vorgesehen.

Vor zwei Jahren dankte der Verein Youth for Hope allen Gönnerinnen und Gönnern an einem kleinen Fest im Zeininger Blockhaus. Dieser Event soll am 1. Dezember wiederholt werden. Es ist den Verantwortlichen ein echtes Bedürfnis, den Spendern, Paten und Patinnen, aber auch den Gönnern für ihren Goodwill herzlich zu danken.

Man hat auch seine täglichen Sorgen

Kürzlich wünschten sich die Hausmütter Uniformen oder zumindest Einheitskleider. Der Kolonialismus hat nicht nur in den Schulen seine Spuren hinterlassen. Überall findet man diese, nun sogar in der Küche des Kinderheims in Ngong.

Momentan sind die Kosten für den Maiskauf für kenianische Verhältnisse sehr hoch. Aber auch die Gesundheitskosten lassen sich nicht so klar vorhersagen. Operationen und Spitalaufenthalte reissen immer wieder Löcher in die Kasse. Das Versicherungswesen ist recht speziell und nicht obligatorisch.

Der vor zweieinhalb Jahren gekaufte Inder „Mahindra“, ein Jeep, tut seine Arbeit prima und wird überall eingesetzt.

Zeiniger Märt 2019

Am kommenden Samstag, den 21. September, ist es wieder soweit: Zum 33. Mal findet dann ab 09:00 Uhr der Zeiniger Märt statt, zum zweiten Mal mit Beteiligung vom Verein Youth for Hope! 🙂 Wir werden mit einem Marktstand Kenianische Produkte kombiniert mit Kaffee und Kuchen anbieten können. Als Neuheit in diesem Jahr werden wir mit Hilfe von Eliane und Diana hoffentlich viele Kindergesichter mit allen Farben und Variationen schminken und verzieren! Wir freuen uns alle sehr darauf und hoffen, euch alle vor Ort anzutreffen!

Lions Club finanziert mit Golf Charity unsere Photovoltaik-Anlage

Bei prächtigem Wetter trafen sich am 22. Mai rund 50 Golferinnen und Golfer auf dem Platz des Golfclubs Schinznach Bad zur diesjährigen Lions Golf Charity. Diese wird seit Jahren von den Lionsclubs Baden, Baden-Heitersberg, Brugg, Lenzburg und Zurzach organisiert. Das Startgeld der Teilnehmerinnen und Teilnehmer floss ungeschmälert zugunsten dem Kinderheim Klösterli in Wettingen und unserem Verein. Mit diesem Betrag haben wir nun die Möglichkeit, eine Photovoltaik-Anlage auf das Dach des Kinderheimes bauen zu lassen. Dadurch gewinnen wir in Zukunft einen grossen Teil des Strombedarfes aus Sonnenenergie und sparen dadurch einen Grossteil dieser Ausgaben. Wir werden euch baldmöglich wieder berichten, wenn die Arbeiten an der Anlage beginnen!

Einen ganz herzlichen Dank geht an die Organisatorinnen und Organisatoren der Lionsclubs, und natürlich an alle Golferinnen und Golfer, die den unglaublichen Betrag von 12’500.- überhaupt erst möglich machten!

Zeitungsartikel in der NFZ: „Youth for Hope macht Freude“

Zeiningen / Nairobi. Seit Ende Juli 2018 ist das neue Kinderheim von Youth for Hope in Ngong bei Nairobi bezogen. Die Kinder und Jugendlichen haben sich unterdessen prächtig eingelebt und fühlen sich in ihrem neuen Haus so richtig daheim. Wie Hans Haas, der Präsident des Zeininger Trägervereins Youth for Hope  berichtet, sind mittlerweile auch die Kinderkrankheiten beim Neubau weitgehend behoben und man darf sich sehr wohl fühlen. Die von einer Gruppe der Fricktaler Rotarier im letzten November in 500 Arbeitsstunden erstellte Aussendusche bringt nicht nur wertvolle Dienste, sie wird auch rege benutzt.

Im letzten Dezember war die Wasserversorgung während einiger Zeit recht knapp und es musste mit Lastwagen wertvolles Nass zugeführt werden. Mit einem weiteren, neuen Wasseranschluss konnte dieser Mangel behoben werden und alle freuen sich an genügend Trinkwasser. Hans Haas schrieb damals dazu: „Ja, manchmal geht es schnell. Gestern Morgen wurde mit dem Bau der neuen Wasserleitung begonnen und am Abend bezogen wir bereits gutes Trinkwasser. Hurra!“ 600 Franken kostete die Projektumsetzung!

 

Lyndah – das Kind der ersten Stunde

Im zarten Alter von sechs Jahren wurde Lyndah Khamwenyi ins Kinderheim Watoto Mbele aufgenommen. Das heisst, sie war vom ersten Tag der Existenz dieses Heimes mit dabei. Barbara König – Haas, die Leiterin des Kinderheims, beschreibt Lyndah so: „Sie war vom ersten Tag an sehr lieb und hilfsbereit. Sie machte auch immer, was zu tun war.“ Die unterdessen 22-jährige junge Frau besuchte die ordentlichen Schulen mit High School und College. Anschliessend bildete sich Lyndah zur Sozialarbeiterin aus. Ihr Studium schloss sie mit „Credit“, also mi 5+ ab. Heute besitzt sie ein Diplom in Gemeindeentwicklung und Sozialarbeit.

Eigene, wertvolle Erfahrung für den Umgang mit Kindern sammelte Lyndah während der Ausbildung. So absolvierte sie 2017 ein vier Monate dauerndes Praktikum in einer Einrichtung für Kinder. Dazu meint sie: „I learnt a lot about children rights. That might be helpful in future.“ Sie lernte also viel über Kinderechte, was ihr einmal hilfreich sein könnte. In einem dem Studium folgenden Volontariat in einer Schule für spezielle, für behinderte Kinder lernte Lyndah den Umgang mit ihnen und wie man zu ihnen Sorge trägt, „how to take care to them“, wie sie sagt.

Momentan absolviert die junge Frau ein Volontariat in Youth for Hope und macht die Stellvertretung von Barbara König – Haas, wenn diese sich nicht in Ngong befindet. „Sie macht das zuverlässig und sehr gut und verlangt von ihren Mitmenschen die gleiche Zuverlässigkeit, sagt Barbara König Haas dazu. Sie sucht aber noch eine andere Wirkungsstätte, um ihr Wissen und Können zu komplementieren. Wie stark sich Lyndah mit ihrer Arbeit identifiziert entnimmt man ihrer Aussage: „I am so happy working here cause it feels great giving  back to this place that has raised me up to the person I have become.“ Also: Sie ist sehr glücklich dort zu arbeiten, weil es sich grossartig anfühlt, dem Platz etwas zurückzugeben, der sie zu der Person gemacht hat, die sie heute ist.

Lyndah hat also die gesamte Entwicklung von Youth for Hope miterlebt. Sie gibt sich ausserordentlich dankbar gegenüber allen Leuten, die mitgeholfen haben. Youth for Hope zu dem zu machen, was es heute ist. „Now we have our own place and a big house to accommodate all of us and even more”, sagt sie dazu, oder jetzt haben wir unseren eigenen Platz und ein grosses Haus, wo wir alle wohnen und noch mehr. Dafür ist sie dankbar, sehr dankbar. Sie kann das nicht genug sagen. „Thank you very much and may you be blessed abundantly“, strahlt sie beim Gespräch. Es ist auch angedacht, dass Lyndah Khamwenyi nach gesammelten Erfahrungen das Kinderheim später einmal leiten könnte. Die nötige Einstellung und die Fähigkeiten dazu bringt sie mit.

Hans Zemp:
Vielen herzlichen Dank für die Verfassung und Veröffentlichung dieses tollen Artikels!