Artikel zum Neubau in der NFZ

Hallo zusammen!

Am 6. Oktober ist in der NFZ ein sehr schöner Artikel zu unserem erfolgreichen Abschluss des Neubaus erschienen. Ein herzliches Dankeschön an Hans Zemp für die Verfassung des Artikels!!


Das Haus ist gebaut – das Haus ist bewohnt

 
Vor wenigen Wochen durften die Kinder in Ngong ihre Sachen packen und in ihr neues Haus einziehen. Dem Zeininger Verein Youth for Hope ist damit das Kunststück gelungen, für die Kinder mit dem neuen Haus wesentlich bessere Wohn- und Arbeitsplätze zu schaffen.

Mit dem Umzug ins neue Haus hat sich die Wohn- und Lebenssituation für die 40 Kinder und Jugendlichen im Kinderheim Watoto Mbele westlich von Nairobi schlagartig deutlich verbessert. Nach ungefähr zehn Monaten Bauzeit konnte das neue Haus wohnbereit bezogen werden. Den desolaten Zuständen wie Platzmangel, ungenügende sanitäre Einrichtungen, fehlende Schlaf- und Arbeitsplätze war damit das Ende angesagt. Das neue Haus an guter Lage präsentiert sich nicht nur schön, es weist auch eine für Afrika deutlich überdurchschnittliche Güte in Bauausführung und Einrichtung aus. Man findet zwölf Kinderzimmer mit je vier Betten. Immer vier Zimmer haben ein Badzimmer, also eine Nasszelle und zwei Toiletten. Die grosse und funktionale Küche, die Räume für die Hausleitung und für Gäste ergänzen das Raumprogramm. Der Ausbau ist schön, funktional und praktisch gefertigt. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt mit Solarenergie. Der Feuerherd ist wohl noch nötig, aber nicht mehr der einzige Wasserwärmer.

Ein toller Aufenthaltsraum
Mit 48 Quadratmetern ist der Aufenthaltsraum recht gross. Er dient als Aufenthaltsraum bei Regenwetter, als Esszimmer, als Arbeitsraum zum Erledigen der Hausaufgaben, als Fernsehzimmer und zum Empfang von Gästen. Der Raum ist schön gefertigt und sehr beliebt.

Die Küche ist gross, geeignet für das Kochen für viele Leute und wird von den Hausmüttern sehr geschätzt. Naschbares bleibt – wie bei uns auch – wegen der Abschlussmöglichkeit der Vorratskammer länger verfügbar. Daneben wird aber auch eine Aussenküche benutzt. Ein grosser Teil des Lebens daheim spielt sich draussen ab. Was dem kinder- und jugendfreundlichen Verweilen dient, trifft man hier. Grill, Tisch, etwas Rasen und ein Hühnergehege sind neben einem Kaninchenhaus anzutreffen. Und wenn man von drinnen aus den Fenstern hinausschaut, fällt der Blick auf die Ngong Hills.

Ein Traum wurde wahr
Wilkister Adema, sie wird in naher Zukunft ihre Studium zur Journalistin abgeschlossen haben, beurteilt die Momentansituation so: «A while back all this was an imagined dream and probably a fantasy to everyone in the Youth for Hope family. But it turned to be, a dream came true because of selfless people earned money to help the less fortunate children in Kenya.» Oder zu Deutsch etwa, dass dies vor einiger Zeit wohl ein Wunschtraum oder eben Fantasie von allen in der Youth for Hope Familie war. Dieser Traum konnte nach ihrer Beobachtung wahr werden, weil selbstlose Leute mit ihrem Geld den wenig glücklichen Kindern halfen.

Der Einzug in dieses Traumhaus wurde am 28. Juli umgesetzt und in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli durften die jungen Leute erstmals in ihrem neuen Heim, in ihrem neuen Daheim schlafen. Wilkister schätzt zusammen mit ihrer Wohngemeinschaft die neuen Platzverhältnisse ausserordentlich und vergleicht diese mit dem alten Haus. Sie weiss auch, dass Kinder ein Spielfeld brauchen, um Dampf abzulassen. So sehe man bei ihnen ein glückliches Lachen.

Die junge Journalistin vergisst denn auch nicht all denen zu danken, die schon lange Teil der Familie, dieser Wohngemeinschaft sind. Barbara König bezeichnet sie als «Beloved mum with an amazing devoted heart», eine geliebte Mutter mit einem tollen Herz. Sie habe schon sehr viel für die Familie gemacht und die Liebe für sie sei grenzenlos «The love we have for her is infinity». Sie dankt aber auch Hans Haas, dem Vater der Leiterin, dem sehr kreativen Mann. Man schätze die kleinsten Dinge, die er für die Familie mache. Und zum Schluss sagt Wilkister: «We are really grateful for everyone who dripped in to make the dream of so many children come true. You all touched a child’s heart and you will forever be our unsung heroes!» Sie sagt also, dass sie all denen, die den Traum von so vielen Kindern wahr machten, dankt und dass diese Leute für immer die unbesungenen Helden der Kinder bleiben.

Schulstreik nach den Ferien!

Mit Beginn im September haben die staatlichen Schulen einen Streik begonnen, der mehr als 4 Wochen angedauert hat! Im Kinderheim herrschte während dieser Zeit so etwas wie Lagerstimmung mit knapp 30 Kindern. Das schön ersparte Haushaltsgeld der vergangenen Monate schmolz dadurch schnell wieder dahin…Schlussendlich konnten am 5. Oktober alle Kinder, nach einem Wahnsinnsmonat für Barbara, wieder in die Schulen gebracht werden.

Wieder einmal wurden die knappen Platzverhältnisse im Kinderheim augenfällig, wir brauchen dringend mehr Platz! Dazu haben wir uns in der letzten Zeit schon viele Gedanken gemacht und Ideen gesammelt. Mehr dazu werden wir bald berichten!