Neuer Artikel in der NFZ

Liebe Freunde

Vor kurzem ist in der Neuen Fricktaler Zeitung ein neuer Artikel über Youth for Hope veröffentlicht worden. Der Artikel dreht sich um ein Projekt, welches wir im Verlauf der Pandemie ins Leben gerufen haben, und natürlich um die aktuelle Situation mit News aus dem Kinderheim. Ein grosses Danke einmal mehr an Hans Zemp für die Verfassung des Artikels! Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen:

Corona-Pandemie rief nach Hilfe

Arbeitslosigkeit wirkt sich aus

Das Kinderheim des Zeininger Vereins Youth for Hope in Ngong bei Nairobi schlägt sich nun auch schon rund fünfzehn Monate mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auseinander. Alle wissen, dass die Pandemie noch nicht ausgestanden ist und alle freuen sich, dass Covid-19 bis heute im Kinderheim selber nicht Einzug hielt. Allen Leuten ist aber klar, dass die mehr oder weniger einschneidenden Einschränkungen, die Kenia in dieser Zeit ebenfalls durchlebt, Sinn machen. Man kennt aktuell unter anderem Nachtausgangsverbot, geschlossene Restaurants ab 19 Uhr, teilweise geschlossene Schulen, Zugangsbeschränkungen in Verkaufsläden, nur halb gefüllte Verkehrsmittel und Masken- und Desinfektionsauflagen.

All diese Restriktionen haben viele Leute in die Arbeitslosigkeit gebracht. Verkäuferinnen, Wäscherinnen, Tagelöhner, Coiffeusen und viele andere Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit und damit das Einkommen verloren. Wegen der lange Zeit geschlossenen Schulen sind und waren die Kinder daheim und sollten etwas zu essen bekommen. Und nun wird es dramatisch. Die Eltern, meist sind es bis zu rund 90 Prozent die allein erziehenden Mütter, weil die Väter verschwunden sind, haben die Arbeit nicht weg und kein Einkommen mehr. Sie müssen Hauszins und, weil die Kinder eben daheim und nicht in der Schule sind, noch mehr Essen bezahlen und wissen nicht womit. Dies führt zu dramatischen Zuständen.

Der Tropfen auf den heissen Stein

Youth for Hope bezahlt seit recht langer Zeit ungefähr 70 daheim wohnenden Kindern Schulgeld und absolut notwendige Beiträge für Lebensbedürfnisse. Hinzu kommt neu ein Projekt zur Unterstützung für Familien, die wegen der Corona bedingten Arbeitslosigkeit in totale Not gerieten. Sozialarbeiten melden Youth for Hope Familien mit den genannten Zuständen.

So entstand ganz unbürokratisch dieses Corona-Projekt. Man will ganz gezielt nur die bitter lebensnotwendigsten Bedürfnisse von Familien, es sind momentan deren 24, abdecken. So bleibt ihnen das Dach über dem Kopf sicher und einfaches Essen wird möglich. Das für eine Zeitdauer von zwei Monaten gedachte Projekt wurde bereits drei Mal verlängert und es sieht so aus, dass dieser Hilfszweig im Projekt Youth for Hope Dauerhaftigkeit erhalten wird. Dem Verein Youth for Hope ist dieses Projekt wichtig geworden.

Und so sieht es daheim im Kinderheim aus

Das Haus ist mit 26 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen voll. Mit einer kurzen Ausnahme waren die Bewohnerinnen und Bewohner von Youth for Hope daheim. Die Ausnahme bildeten die Abschlussklassen wegen der Abschlussexamen. Diese konnten durchgeführt werden.

Viele Kinder verloren aber ein ganzes Schuljahr. Darum bestimmte das Erziehungsministerium, dass möglichst viel davon bis 2023, also während drei Jahren wieder eingeholt werden muss. Um dies möglich zu machen, haben die Kinder während dieser drei Jahre am Ende jedes Trimesters noch eine Woche – und nicht mehr vier – Ferien. Statt zwölf Wochen wie bei uns, bleiben ihnen noch drei pro Jahr!

Ganz unerfreulich war auch, dass wegen Covid drei junge Frauen ihren Job verloren und sie alle wieder heim nach Ngong kamen. Die ihnen versprochenen Festanstellungsverträge lösten sich vorübergehend in Luft auf, weil der Tourismus momentan total darniederliegt. Man wartet aber auf gefreutere Situationen. Und in der Tat, bevor der Aufschwung wieder lebt, sind zwei der Frauen zurückgerufen worden. Dies spricht für ihre Qualifikation.

Auf beste Zukunftsaussichten kann auch Ian Ausblick halten. Er schloss die Primarschule so gut ab, dass er in die landesbeste Highschool aufgenommen wurde. Klar muss er dort gut abschliessen, will er die Chancen auf einen Top-Job erhalten. Ehrgeiz fehlt ihm jedenfalls nicht. Bei seiner ersten Prüfung erreichte er im Feld der 217 Jungs Rang sieben. Er hat dabei festgestellt, dass dies nicht gut genug ist. Von der Primarschule her war er sich anderes gewohnt.

Generell stellt man aber fest, dass im Youth for Hope die schwierige Zeit gut überbrückt werden konnte. Nach den nun fünfzehn Monaten Restriktionen herrscht immer noch gute Stimmung. Bei den Kleinsten versteht man das vielleicht noch. Bei den Teenagern ist dies doch eher erstaunlich. Ganz generell herrscht im Kinderheim Youth for Hope ein ganz hervorragendes Klima. Zu diesem Umstand beigetragen haben sicher die Hausmütter Jemima, Josephine und Jane sowie der Sozialarbeiter Simon. Diese guten Seelen haben für das Wohlbefinden aller Bewohner Hervorragendes geleistet. Hans Haas als Präsident und Barbara Chindia – Haas als Leiterin des Heims freuen sich darauf, dass die Restriktionen Vergangenheit sein werden.

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