Neuigkeiten aus dem Kinderheim

Letzten Montag an der Vorstandssitzung haben uns Barbara und Hans, der vor zwei Wochen ebenfalls wieder in Ngong war, viele tolle Bilder und Neuigkeiten präsentieren können. Diese möchten wir euch natürlich ebenfalls weitergeben. Um es ganz kurz zu machen:

Wir stehen nun wirklich kurz davor, den wohl wichtigsten Schritt in den letzten Vereinsjahren zu machen: Den Bau des neuen Kinderheimes!

In den vergangenen Wochen haben Barbara und Hans diesem Projekt vor Ort in unzähligen Gesprächen und Verhandlungen mit dem Architekten, den Behörden und Anwälten eine sehr gute Basis gelegt. Die Voraussetzungen für den Baubeginn sind bald alle erfüllt. Weiter wurde die Zufahrtsstrasse zum Kinderheim saniert (wobei saniert etwas untertrieben ist, wie ihr auf den Bildern sehen könnt 🙂 )

   

Immer noch unverändert kritisch sind die Platzverhältnisse in der jetzigen Unterkunft. Alle, wirklich alle hoffen, dass die Bauarbeiten bald beginnen können. Wir werden von hier aus alles dafür tun, um dies zu ermöglichen. Dabei sind wir immer noch sehr von eurer Unterstützung abhängig! So viel haben wir dank euch schon erreicht, nun ist auch das grösste Ziel in greifbarer Nähe! Unser Appell an euch: Helft uns und mobilisiert alle, die ihr kennt! Gemeinsam werden wir das Haus Stein um Stein entstehen lassen! 

Artikel in der NFZ: Der Neubau steht vor der Türe

In der Ausgabe vom 6. April 2017 hat die NFZ einen Artikel dem geplanten Neubau gewidmet, den wir euch an dieser Stelle nicht vorbehalten möchten:

Der Neubau steht vor der Türe
Die Planungsarbeiten sind weit vorangeschritten

Der in Zeiningen beheimatete Verein Youth for Hope führt in Ngong bei Nairobi das Kinderheim Watoto Mbele für Kinder aus den Slums von Nairobi. Prekäre Verhältnisse riefen nach einem Neubau. Die Planungsarbeiten dafür sind weit vorangeschritten.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat der Vorstand von Youth for Hope versucht, Geld für einen Landkauf zu finden. Man will oder muss wegen der schwierigen momentanen Wohnverhältnisse einen Neubau des Kinderheims Watoto Mbele realisieren. (Wir berichteten darüber, dass sich heute bis drei Kinder ein Bett teilen müssen, dass beim Essen nicht alle gleichzeitig am Tisch Platz nehmen können und anderes mehr). In der Zwischenzeit konnte das zur Verfügung stehende Land erworben und bezahlt werden. Die Sammlung war ein riesiger Erfolg und dafür sind die Leute im Vorstand – und die Kinder in Watoto Mbele – allen Sponsoren gegenüber sehr dankbar.

Die Planung nähert sich dem Ziel

Unterdessen konnte die Planung so weit vorangetrieben werden, dass die Pläne für das Wohnheim stehen. 40 Kinder werden im nun zu realisierenden Daheim menschenwürdig leben können. Alles, was nötig ist, um menschenwürdig zu wohnen und zu leben, um ein Daheim zu haben, ist auf dem Papier vorhanden. Der Strukturverbesserung im Tagesablauf will man aber ganz klar Rechnung tragen. Sie soll gegenüber Bestehendem im momentan benutzten Einfamilienhaus vereinfacht werden. Die notwendigen Baubewilligungen sind vorhanden und viele Vorarbeiten sind abgeschlossen. In der Planung wurde also deutlich darauf geachtet, dass das ganze Projekt funktional und dennoch freundlich ist. Die jungen Leute sollen schliesslich im Neubau daheim sein, sich wohl fühlen können. Auf Luxus wurde aber ganz klar verzichtet.

Momentan laufen die Devisierung und anschliessend die Vergabe für Materiallieferungen und Bauaufträge sowie der Beginn der Bauarbeiten.

Die vielen Steine vom alten, inzwischen abgerissenen Haus warten darauf, in freundlicher Zusammenstellung wieder Verwendung zu finden. Dies alles noch in den mitteleuropäischen Sommermonaten.

Es braucht aber noch Geld, recht viel Geld

Der Vorstand des Vereins Youth for Hope hat sich zum Ziel gesetzt, den ganzen Neubau nach Vollendung schuldenfrei zu haben. Dazu braucht es noch Geld, Geld von diesem Projekt gegenüber gut gesinnten Leuten. Jeder gespendete Franken zählt und ist herzlich willkommen. Wenn es gelingt, die grossartige Unterstützung, die Youth for Hope für den Landkauf erhielt, für den Neubau zu wiederholen, gelingt dieses Ansinnen. Die Hypothekarzinsen in Kenya haben nicht das gleich tiefe Niveau wie in der Schweiz! Und die Vollendung des Neubaus und dessen Bezug soll in allen Teilen Freude machen. Wenn das gelingt, sind die Verantwortlichen, aber auch die Jugendlichen sehr dankbar.

 

 

Erfolgreicher Abschluss des Landkauf Projektes!

Nach einer Prüfung der finanziellen Situation des Vereins haben wir an der gestrigen Vorstandssitzung mit Freude beschlossen, dass alle zinslosen Darlehen, die wir zur Finanzierung des Landkaufes erhalten haben, zurückbezahlt werden! Für uns bedeutet das, dass der Landkauf nun definitiv und vollständig abgeschlossen ist. Wir freuen uns alle wirklich sehr und sehen voller Spannung der nächsten Zeit entgegen. In Kürze erhaltet ihr an dieser Stelle ein Update über die aktuelle Situation im Kinderheim, schaut also bald mal wieder rein!

Arbeiten am alten und neuen Grundstück

Hans Haas ist soeben aus Kenia zurückgekehrt, wo er für 14 Tage wieder diverse Arbeiten und Reparaturen ausgeführt hat. Nachfolgend erhaltet ihr einen kurzen Überblick, was dabei gemacht wurde:
Die Zubringerstrasse in unserem Quartier wird bis Ende Jahr neu gebaut und auf neun Meter verbreitert. Jeder Grundstücksbesitzer muss dadurch etwas Land abtreten, wie das auch bei uns oft der Fall ist. Für das Kinderheim bedeutet das ca. 40 Quadratmeter… So mussten wir alle Hecken abschneiden und einen provisorischen Wellblechzaun auf der neuen Grundstücksgrenze erstellen.

Auf unserer neuen Parzelle (ja genau, die Parzelle, die dank euch gekauft werden konnte! 😀 ) haben die älteren vier Burschen einen Teil des bestehenden Komplexe abgebrochen. Die Steine haben wir im Zentrum  deponiert. Diese werden für  eine Mauer rund um das Grundstück reichen. Die ganzen Arbeiten wurden von John, John Barassa, Hillary und Jacob mit grossem Engagement, vollem Körpereinsatz und mit viel Elan ausgeführt!

Im Mietobjekt von Barbara musste Hans wegen der neuen Strasse die Aussenküche rückbauen. Ebenso betraf es auch den Waschplatz, der infolge der Verschiebung der Wassertanks verkleinert werden musste. Im Haus selber stand dann ebenfalls dies und das noch zur Reparatur an.

Das Wetter war zwischen durch so richtig brutal! Oft goss es wie aus Kübeln, die Strassen waren kaum passierbar…! Barbara war nebenbei mit Schulbesuchen, Boardingschulen  für die Kinder und vielen anderen Aufgaben ebenfalls voll ausgelastet. Im Haus waren im Schnitt immer noch um die 23 Personen. Dazu meinte Hans: „Für mich an der Grenze des Möglichen, aber trotzdem war es für mich wieder eine wunderschöne, befriedigende Zeit.“

Hans, vielen Dank für deinen Einsatz und die tollen Impressionen, die du uns mitgebracht hast! Ihr könnt sie euch selbstverständlich in der Fotogalerie unter „Mai 2016“ gleich selber ansehen!