Erfolgreicher Abschluss des Landkauf Projektes!

Nach einer Prüfung der finanziellen Situation des Vereins haben wir an der gestrigen Vorstandssitzung mit Freude beschlossen, dass alle zinslosen Darlehen, die wir zur Finanzierung des Landkaufes erhalten haben, zurückbezahlt werden! Für uns bedeutet das, dass der Landkauf nun definitiv und vollständig abgeschlossen ist. Wir freuen uns alle wirklich sehr und sehen voller Spannung der nächsten Zeit entgegen. In Kürze erhaltet ihr an dieser Stelle ein Update über die aktuelle Situation im Kinderheim, schaut also bald mal wieder rein!

Arbeiten am alten und neuen Grundstück

Hans Haas ist soeben aus Kenia zurückgekehrt, wo er für 14 Tage wieder diverse Arbeiten und Reparaturen ausgeführt hat. Nachfolgend erhaltet ihr einen kurzen Überblick, was dabei gemacht wurde:
Die Zubringerstrasse in unserem Quartier wird bis Ende Jahr neu gebaut und auf neun Meter verbreitert. Jeder Grundstücksbesitzer muss dadurch etwas Land abtreten, wie das auch bei uns oft der Fall ist. Für das Kinderheim bedeutet das ca. 40 Quadratmeter… So mussten wir alle Hecken abschneiden und einen provisorischen Wellblechzaun auf der neuen Grundstücksgrenze erstellen.

Auf unserer neuen Parzelle (ja genau, die Parzelle, die dank euch gekauft werden konnte! 😀 ) haben die älteren vier Burschen einen Teil des bestehenden Komplexe abgebrochen. Die Steine haben wir im Zentrum  deponiert. Diese werden für  eine Mauer rund um das Grundstück reichen. Die ganzen Arbeiten wurden von John, John Barassa, Hillary und Jacob mit grossem Engagement, vollem Körpereinsatz und mit viel Elan ausgeführt!

Im Mietobjekt von Barbara musste Hans wegen der neuen Strasse die Aussenküche rückbauen. Ebenso betraf es auch den Waschplatz, der infolge der Verschiebung der Wassertanks verkleinert werden musste. Im Haus selber stand dann ebenfalls dies und das noch zur Reparatur an.

Das Wetter war zwischen durch so richtig brutal! Oft goss es wie aus Kübeln, die Strassen waren kaum passierbar…! Barbara war nebenbei mit Schulbesuchen, Boardingschulen  für die Kinder und vielen anderen Aufgaben ebenfalls voll ausgelastet. Im Haus waren im Schnitt immer noch um die 23 Personen. Dazu meinte Hans: „Für mich an der Grenze des Möglichen, aber trotzdem war es für mich wieder eine wunderschöne, befriedigende Zeit.“

Hans, vielen Dank für deinen Einsatz und die tollen Impressionen, die du uns mitgebracht hast! Ihr könnt sie euch selbstverständlich in der Fotogalerie unter „Mai 2016“ gleich selber ansehen!

Aktuelles aus dem Kinderheim

Seit heute Nachmittag haben die Schulen zu. Es sind Ferien. Was das heisst, ist einfach: ab morgen werden die Kinder, eines nach dem anderen, „nach Hause“ kommen! Eine intensive Zeit wartet auf Barbara, bis zu 32 Kinder wollen dann bei ihr schlafen, duschen, spielen, essen und trinken!

Hinzukommt, dass es seit Wochen sehr heiss in Nairobi, um die 30Grad. Wir alle hoffen auf baldigen Regen und Abkühlung. Wegen der grossen Hitze und anhaltender Trockenheit wird der Strom rationiert. Es gibt nur jeden zweiten Tag durchgehend Strom. An den ratio Tagen wird der Strom um 10Uhr abgestellt und erst um 18Uhr wieder geliefert.

Aber es wäre ja beinahe langweilig, wenn da nicht sonst auch noch was wäre…:-) Nach Ostern kamen Maggy und Hannah mit starkem Juckreiz zurück von den Slums, sie waren für 3Tage bei ihrer Mutter. Barbara ging nun mit ihnen zum Dermatologen ins Karen Hospital. Nach kurzem Begutachten, zog sich der Arzt Latex Handschuhe an und untersuchte sie weiter…. Diagnose:  Scabees…. Krätze!!!!
Wir ALLE im Haus lebenden, bekamen eine Benzyl Benzoate Kur verschrieben.  Die Hausmutter, die grossen Mädchen und Jungs waren bis 22Uhr beschäftigt, sämtliche Wäsche zu kochen, alle Betten und Kleidungsstücke, die einmal getragen wurden bei 95Grad zu waschen und alle mit diesem Medikament zu behandeln.

Der Spuk wird in 2Tagen vorbei sein…. sagte der Arzt.

Scabees ist eine weit verbreitete Seuche in den Slums weltweit, verursacht durch Mangel an sauberem Wasser. Es sind Milben, Spinnentiere, die sich unter der obersten Hautschicht einnisten. Das Haus riecht zur Zeit auf jeden Fall wie eine Zahnarztpraxis, jede Ecke ist desinfiziert.