Zusammenarbeit mit BeA-Stiftung

Gleich zu Beginn dieses Jahres haben wir etwas Erfreuliches zu berichten: Wir werden in diesem Jahr mit der BeA-Stiftung zusammenarbeiten.

Die BeA-Stiftung ist eine Stiftung mit Sitz in Wiesbaden, Deutschland, auf die wir letztes Jahr aufmerksam wurden. Wir haben mit Frau Ackermann, der Gründerin und Vorsitzende der Stiftung, Kontakt aufgenommen und freuen uns sehr, dass sie sich für eine Zusammenarbeit mit Youth for Hope für dieses Jahr entschieden haben. Bea Ackermann führt die Stiftung mit ihren vier Söhnen und einem Freund. BeA steht für Be an Angel – Sei ein Engel für Menschen in Not. Unter diesem Motto möchte die Stiftung auf der Basis von biblisch-christlichen Werten Menschen in Deutschland und der ganzen Welt unterstützen. Dies tun sie einerseits mit der finanziellen Unterstützung von Projekten, andererseits möchten sie aber auch die Dankbarkeit von Menschen wecken, denen es, wie den Meisten von uns, doch sehr gut geht und welche mit vielen Gütern gesegnet sind. Aus dieser Dankbarkeit heraus lässt die BeA-Stiftung Menschen erfahren, dass Teilen Freude macht und das eigene Leben bereichert.

Wenn ihr mehr über die BeA-Stiftung erfahren wollt, könnt ihr dies unter folgendem Link gerne tun: www.bea-stiftung.de

Spendensammlung für Youth for Hope

Dankbar sind wir auch , dass die BeA-Stiftung während des gesamten Jahres 2021 für unseren Verein Spenden sammeln wird. Zusätzlich zur Unterstützung von unseren grosszügigen und teils langjährigen Spendern, Paten und Mitgliedern wird die BeA-Stiftung uns für dieses Jahr also mit einem zusätzlichen Betrag finanziell unterstützen. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Die zusätzliche Unterstützung der BeA-Stiftung ermöglicht es uns, die laufenden Kosten für unser Kinderheim nachhaltig zu sichern. Die Schulgebühren der Kinder und Jugendlichen werden immer teurer, je höher die Klassen werden. Auch am Haus sind längst die ersten grösseren Reparaturen fällig. Corona hat ebenfalls seinen Beitrag geleistet und tut dies immer noch: Auch die Ausgaben für Lebensmittel sind seit der Schliessung der Schulen merklich gestiegen, da alle Kinder zuhause bekocht werden müssen.

Wir freuen uns also auf dieses neue Jahr und die Zusammenarbeit mit der BeA-Stiftung.

Asante Sana.

Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Im Namen des ganzen Vorstandes und unserer Kinder in Ngong wünschen wir Euch von Herzen ein paar schöne Weihnachtsfeiertage vor allem: gute Gesundheit! Rutscht gut ins neue Jahr und schaut ab und zu hier vorbei. Wir sind voller Hoffnung und überzeugt, dass  sich der Silberstreifen am Horizont im 2021 vergrössern wird, und langsam und stetig wieder so etwas wie Normalität einkehren wird. Wir werden euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, was die Situation vor Ort betrifft

Herzlichen Dank für alles im 2020, es war auch für uns ein spezielles Jahr, mit vielen Hochs und Tiefs. Wir sind aber froh und stolz darauf zu sagen, das es den Kindern und dem Verein sehr gut geht!

Für alle, die ihn noch nicht erhalten oder gesehen haben: Der Weihnachtsbrief 2020

Neuer Artikel in der NFZ

Liebe Freunde

Vor ein paar Tagen ist in der Neuen Fricktaler Zeitung ein neuer Artikel über Youth for Hope veröffentlicht worden. Der Artikel dreht sich, wie könnte es anders sein, um die sehr anspruchsvolle Zeit in der langen Lockdown-Phase in Kenia. Ein grosses Danke an Hans Zemp für die Verfassung des Artikels! Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen:

Corona-Pandemie hält «Youth for Hope» in Atem

Der Verein «Youth for Hope» ist in Zeiningen beheimatet und führt in Ngong, westlich von Nairobi, ein Kinderheim mit ungefähr 40 Kindern. Barbara König-Haas, die Leiterin des Heims, schaut auf eine schwierige Zeit zurück. Covid-19 hat vieles verändert.

Am vergangenen 23. Juli erhielt die Leiterin des Kinderheims «Youth for Hope», Barbara König-Haas, in Ngong die Chance, wieder in die Schweiz zu kommen. Ein Repatriierungsf lug machte dies möglich. Seit dem Ausbruch des Coronavirus in Kenia im März waren viele Vorkehrungen zu treffen, um Covid-19 den Einzug ins Heim zu verwehren. Bis heute ist dies gelungen. Barbara König meint, ihre Arbeit vor Ort sei ihr nur wegen der wirklich grossen Toleranz ihres Arbeitgebers möglich gewesen.

Vater, Onkel und Schwester kehrten mit der letzten, den ordentlichen Kurs noch fliegenden, Swiss-Maschine im März heim. Barbara König blieb. Bereits wurden dann auch in Kenia erste Sicherheitsbestimmungen wegen der Krankheit erlassen. Die Einführung des Fernunterrichts war anfänglich recht chaotisch. «Wir hatten ein totales Chaos.» Niemand wusste, wie es weitergeht. So brachte die Heimleiterin Strukturen in den Tagesablauf. Erschwerend kam noch der Todesfall von Diana, eines seit langen Jahren kranken Mädchens, dazu. Für alle Bewohnerinnen und Bewohner war dieser Vorfall schwer zu verdauen. Man liebte das aufgestellte Mädchen. «Nach anfänglichem Hickhack begann das Ganze zu laufen», meint Barbara König. Für die unteren Klassen war es sehr anspruchsvoll, die Kinder in die neue Situation einzuführen. Ständig kamen Fragen zu allen Tagessituationen. Die Kinder gewöhnten sich aber recht rasch an das Lernen daheim. Barbara König und die älteren Mädchen wurden als unausgebildete Lehrerinnen ins kalte Wasser geworfen. Für einige war es ein Abrufen lange nicht mehr gebrauchten Wissens. Auch dies war eine spezielle Erfahrung.

Es geht wegen klaren Strukturen
«Das Ganze konnte nur wegen ganz klarer Tagesstrukturen funktionieren, wohnen im Kinderheim doch Kinder und Jugendliche von Kindergartenalter bis Universitätsstudenten», blickt Barbara König zurück. Die Ansprüche der Jugendlichen waren schliesslich besonders vielschichtig.

Highlights für die Kleinen sind unterdessen die Nachmittage geworden. Sport, Backen, Kochen, Haushalten und der Garten zählen zu den Abwechslungen. Die «Grossen» betrieben bis um vier Uhr Home-Learning. Nach dreieinhalb Monaten standen von den Schulen Programme für dieses Home-Learning zur Verfügung. Unterdessen sogar für die Erstklässler. Dies sei eine grosse Hilfe und das Ganze läuft auch gut. Sogar Prüfungen zum Beherrschen des Stoffes sind im Programm eingebaut. Barbara König macht den Lehrern für das «hervorragende Engagement» grosse Komplimente, hat sie doch nicht erwartet, dass Schulen in so kurzer Zeit ein komplettes System online stellen können. Man hofft aber, dass die Schulen beim nächsten Jahresbeginn wieder öffnen können. Grossmehrheitlich wird all das, was in der Corona-Zeit daheim gelernt wird, für den ordentlichen Schulverlauf nicht angerechnet. Begründet wird dies damit, weil in ganz Kenia zu viele Kinder keine digitalen Hilfsmittel für das Home-Schooling zur Verfügung haben. Es wird also für die Kinder im Januar 2021 dort weiter gehen, wo im März 2020 unterbrochen wurde. Dies ist sicher ein frappanter Unterschied zur Schweiz. Für die Kinder im Heim wird aber das Gelernte als Wissensvorsprung ins neue Schuljahr mitgenommen. Die Kinder bleiben mit dieser Lösung ein Jahr länger im Kinderheim und beginnen mit dem Broterwerb auch ein Jahr später. Barbara König hofft, dass die Colleges im September wieder öffnen. Sicher ist aber noch gar nichts.

Auch beim Personal waren Massnahmen nötig
Aus Sicherheitsgründen mussten Angestellte daheim, also ausserhalb des Kinderheims, bleiben. Den täglichen Einkauf macht man nicht mehr selber. Fünf Mal in der Woche bringen eine Marktfrau und ein Gärtner Gemüse ans Gate. So kann man den verlangten Abstand einhalten. Barbara König ist stolz auf die Kinder. Sie machen nun schon fünf Monate unglaublich toll mit. Die Solidarität spielt im «Youth for Hope» ungebrochen.

Ganz besonders dankbar ist der Verein den Leuten gegenüber, die in guten und in schlechten Zeiten zum Kinderheim stehen und ihm in irgendeiner Form die Stange halten. Die Hilfe, die dem Heim zukommt, ermöglicht, dass der Ort wirklich ein Ort der Hoffnung bleibt und weiterleben kann.

Anhaltender Lockdown

Liebe Freunde,

Schon mehr als zwei Monate ist es her, seitdem wir an dieser Stelle ein „Lebenszeichen“ aus Kenia vermeldet haben. Damals befand man sich in der 6. Woche des Lockdowns. Ihr könnt also ausrechnen, wie viel Zeit nun schon seit Beginn der Isolation vergangen ist…! Ein Ende des Lockdowns ist bis heute noch nicht wirklich in Sichtweite. Doch Barbara und die Kinder meistern die Situation nach wie unglaublich gut. Immer wieder neue Ideen sind gefragt und werden auch umgesetzt, um den drohenden „Lager-Koller“ zu vermeiden, oder zumindest in Grenzen zu halten.

Ein paar dieser Ideen haben wir mittlerweile als Bildbeweise übermittelt bekommen. 🙂 Da wird gelernt, gebacken, geputzt, geturnt, gespielt und gegärtnert was das Zeug hält! Insbesondere die letztgenannte Tätigkeit hat bereits grossartige Resultate hervorgebracht, wir sind sehr gespannt auf die ersten Ernteerfolge!

Von Viren und anderen Katastrophen – ein aktueller Bericht aus Ngong

Liebe Freunde,

Vor ein paar Tagen haben wir von Barbara einen Zusammenschnitt aus dem aktuellen Alltag in Ngong erhalten. Wir wissen nicht genau, wann Barbara die Zeit gefunden hat, ihn zu schreiben, aber irgendwie hat sie es geschafft. Ihn zu lesen, ist gleichzeitig spannend, amüsant, tragisch und fesselnd. Der Bericht zeigt in vielen Facetten, wie unberechenbar das Leben und die Natur manchmal sein können. Wir können aus der Ferne nur staunen, wie gut die Situation in unserem Haus aktuell gemeistert wird, ein grosser Verdienst von dir, Barbara:

 

„Wir sind nun in der sechsten Woche im Lockdown. Es ist sicherlich anstrengend alles unter einen Hut zu bekommen, aber wir haben nach wie vor viel Spass.

Die grösste Herausforderungen ist der Schulbetrieb. Acht Klassen zu betreiben braucht eine äusserst gute Planung und noch mehr Kontrolle. Dank des Weihnachtsgeschenks, dem Smart TV, kann ich den Unterricht so gestalten, dass die unteren Klassen zwei Stunden am Morgen mit Hilfe von Education TV gut und interaktiv beschäftigt sind. Diana hat Classroom Meet, live Lektionen und sitzt vor meinem iPad, zu ganz normalen Schulstunden im virtuellen Klassenzimmer.
Mit Kiptoo ist es am schwierigsten. Sie ist zwar in der sechsten Klasse, aber ihr Wissensstand ist maximal dem eines Dritt-Klässlers. Ein Beispiel: Sie brauchte eine Woche, bis die Dreier-Reihe fehlerlos sass… und das ist nur Mathematik. Damit ihr Frust-Level nicht noch mehr ansteigt, setze ich sie oft mit in die zweite und dritte Klasse und beauftrage sie, mir mit den Kleineren lernen zu helfen. Ich habe gemerkt, dass sie da platziert am meisten profitieren kann.
Enock, Alice und Amos müssen sehr selbstständig arbeiten. Am Ende des Tages mache ich lediglich ein Quiz mit ihnen und kontrolliere damit, ob der Stoff im Prinzip verstanden wurde.
Auch neu ist, dass es kein Unterhaltungs-Fernsehprogramm mehr gibt, ausser Freitags und Samstags. An allen anderen Tagen machen wir, in Gruppen aufgeteilt, Wissens- und Gesellschaftsspiele oder die Kinder gehen nach dem Abendessen in die Zimmer um zu lesen. Am Anfang war es schwierig, die Kinder dazu zu motivieren. Mittlerweile kommen sie angerannt und wollen Lesematerial-Nachschub, welcher bald ausgeht.
Kiptoo ist nicht nur akademisch mein “Sorgenkind “ – Letzte Woche kamen ihre Laborwerte zurück und die sind das erste mal in vier Jahren schlecht. Während diesen letzten vier Jahren hatte sie eine unmessbare HI-Viruslast, jetzt liegt die Viruslast bei 20,000 Kopien/ml, trotz der auf die Minute genau eingenommenen antiretroviralen Medikamente.
Am 24.04. müsste sie zum erneuten Labortest in die Klinik. Ich bin absolut nicht erfreut über diesen Arztbesuch. Oft stehen wir da zwei Stunden mit ca 100 weiteren Patienten an. Nach einer fast sechs wöchigen, lückenloser Quarantäne versuche ich diesen Termin abzuwenden und einen Laboranten dazu zu bringen, ihr bei uns zu Hause Blut zu entnehmen. Ich bin bereit, dieser Person die Mehrkosten zu bezahlen, wenn wir bloss nicht in die Klinik gehen müssen!

Nebst Covid-19 haben wir noch eine weitere Naturkatastrophe, die uns seit gut 10 Tagen zu schaffen macht… Die Heuschreckenplage ist in Ngong angekommen. Unzählige dieser Insekten verwüsten unseren Garten und was natürlich noch viel schlimmer ist, die ganze Ernte der umliegenden Bauern.
Meine kleinen Jungs machten sich diese Insekten zum neuen Hobby. Zweimal täglich jagen sie mit Eimern ausgerüstet nach den Heuschrecken, reissen ihnen die Beine ab… füllen die Eimer mit diesen schrecklichen Dingern und verfüttern sie an die Hühner. Auch Ruby fand gefallen an dieser neuen Beschäftigung, auch sie jagt den Heuschrecken nach, fängt sie, spuckt sie aus, die Jungs sammeln diese wiederum ein. Fazit: Seit 10 Tagen legen unsere Hühner mehr Eier denn je. Die zusätzlichen Proteine scheinen pures Kraftfutter zu sein.

Susu, unsere Katze, hatte ebenfalls ein neues Hobby. Der Kater schlich sich täglich ins Hühner-Gehege und jagte erfolgreich nach Ratten. Bei der wohl letzten Jagd bekam sie es mit einer aggressiven Rattenmutter zu tun. Diese verteidigte ihre ca. acht Jungen, Susu erlegte eines nach dem anderen, dann versuchte sie sich an dem Muttertier und diese bat ihr Paroli. Susu gewann zwar den Kampf, kam aber mit drei mega Wunden zurück ins Haus. Wir desinfizierten seine Bisswunden mit Betadine. Seither geht er nicht mal mehr in die Nähe des Hühnergeheges. Seine sehr kurze Leidenschaft wurde ihm wohl zum Alptraum. Ratten sehen wir jedoch keine mehr.
Apropos Wunden behandeln… wir sind auch ein Klein-Krankenhaus geworden. Mit Hilfe von YouTube und Gesundheit-Ratgebern im Internet verarzteten wir eine Wunde, die ich unter normalen Umständen hätte nähen lassen, eine Muskelzerrung, die sich Cynthia bei unseren täglichen sportlichen Aktivitäten zuzog, eine Schramme an Veronicah’s Kopf (sie rannte in die Kante eines offen stehenden Fensters), ein entzündetes Ohr von Allan, eine aufgeschlagene Zehe von Charles und sonst noch ein paar Kleinigkeiten die ich schon wieder vergessen habe. Ach ja, da war noch die Prügelei zwischen Allan und Ricky. Die daraus resultierende Strafe wurde vorgestern, nach 10 Tagen, erfolgreich beendet.
Höchststrafe gibt’s im Moment für das Klettern auf Bäume. Ich möchte in der momentanen Situation einfach nicht einen Sturz aus diesen Höhen riskieren. Die Jungs meinten ich sei echt gemein, dies zu verbieten. Nun ja, mit dem kann ich leben…
Enock (zusammen mit YouTube ) half mir vergangene Woche beim Reparieren eines Wasserhahns und einer kleinen Reparatur am Elektrozaun. Wir schnitten die Bäume und Büsche zurück, zogen lockere Schrauben an und backen jeden Tag aus 3kg Mehl Brot.

Am 19.04. holte ich Ian, Felix, Maggie, Brenda, Brenda und Griffin nach Hause. Linda und Jacob mussten am Montag, nach zwei Wochen Homeoffice, zurück ins Büro.
Sie gehen mit dem lokalen Bus, dem Matatu, zur Arbeit. Das Risiko ist mir zu gross 1.) die Kids alleine zuhause zu wissen, 2.) einer Ansteckung des Corona Virus.
Aus diesem Grund habe ich die Wohnsituation umgestellt. Der untere Teil rechts, der Bubentrakt, wurde zur Quarantäne. Ian und Felix wohnen für 14 Tage im hintersten Zimmer, die Mädels im vorderen Zimmer der Bubenseite. Meine anderen Jungs, die ausziehen mussten, sind im Njenga/Hannah Zimmer untergebracht, die 3 kleinen Strolche bei Aunty Jemima, Hannah bei Faith, Veronicah und Virginia.
Der Durchgang vom Wohnzimmer zu der Bubenseite ist verbarrikadiert, die sechs frisch Eingezogenen benützen den rechten Eingang um in den Garten zu gelangen, um draussen essen zu gehen, wenn es nicht regnet… und es regnet eigentlich meistens.
Sie haben keinen Zutritt zur Aussendusche, Aussentoilette, Küche, Wohnzimmer, den Schlafräumen im Erdgeschoss und zum Obergeschoss. Heute, am dritten Tag, muss ich sagen, es funktioniert sehr gut. In Absprache mit mir dürfen sie abwechselnd in den Garten, wenn von uns anderen 19 keiner im Garten ist. Wir werden diese Vorsichtsmassnahmen noch weitere 12 Tage beibehalten.
Das online Shopping funktioniert nur mässig. Gestern zum Beispiel habe ich fünf Kilo Tomaten und ein Stück Ginger bestellt. Es kam ein Kilo Tomaten und fünf Kilo Ginger. Dann hat’s halt Ginger Reis mit ein bisschen Tomate gegeben. Ich nimm’s mit Humor.
Unser Vorratsraum ist nach wie vor gut gefüllt. Es ist etwas eintöniger geworden (oder vielleicht kommt es mir nach sechs Wochen daheim auch nur so vor), es gibt mindestens  sechs mal die Woche Ugali. Fleisch kaum mehr, ich wüsste nicht, wo bestellen. Und da ich nicht mehr raus gehe um einzukaufen, ist Carrefour keine Option mehr.
Der Lockdown soll noch mindestens zwei Wochen anhalten, wobei die Restriktionen immer strenger werden. Nun ist im Gespräch, ob Alkohol verboten werden sollte. Aber dies ist für uns zum Glück kein Thema.“