Neues aus Ngong

In unserem Kinderhaus ist viel in Bewegung. Während einige unserer Kinder wichtige Fortschritte machen, stehen für andere grosse Veränderungen bevor. Gleichzeitig dürfen wir uns über Verstärkung im Team freuen.

Besonders schön ist die Entwicklung unserer „Neuzugänge“ Bianca und Morgan. Bianca macht erfreuliche Fortschritte und hat sich körperlich sehr gut entwickelt. Auch Morgan wird weiterhin intensiv begleitet und erhält regelmässige therapeutische Unterstützung.

Eine grosse Portion Geduld braucht derzeit Charles. Nach einem Fussballspiel kam er mit einem doppelten Knöchelbruch nach Hause. Glücklicherweise geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Bis er wieder Fussball spielen und anderen sportlichen Aktivitäten nachgehen kann, werden allerdings einige Monate vergehen – für unseren begeisterten Sportler keine einfache Zeit. Wir wünschen ihm eine gute und vollständige Genesung!

Ein neuer Abschnitt für Amos und Stacy

Amos und Stacy starten nach einem Jahr zu Hause beide Anfang September in einen neuen Ausbildungsabschnitt. Stacy hat die Möglichkeit erhalten, in Nairobi eine Ausbildung zur Krankenschwester zu beginnen. Amos wird an der University of Nairobi Grafikdesign studieren.

Während ihres Jahres zu Hause waren die beiden eine wertvolle Unterstützung für unsere grosse Familie. Sie halfen bei der Betreuung der jüngeren Kinder, begleiteten sie in den Kindergarten, unterstützten bei den Hausaufgaben und packten ganz selbstverständlich im Haushalt mit an. Nun freuen wir uns umso mehr, dass beide ihren eigenen Weg weitergehen und einen wichtigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit machen.

Vielleicht bald zwei neue Familienmitglieder

Aktuell beschäftigen uns auch zwei Geschwister von Ricky sehr. Die beiden Kinder verbrachten Mitte August einige Tage bei uns. Ihre familiäre Situation ist sehr schwierig und wir prüfen sorgfältig, welche Lösung langfristig im besten Interesse der Kinder ist.

Momentan zeichnet sich ab, dass die beiden möglicherweise dauerhaft Teil unserer Familie werden. Für uns steht dabei im Mittelpunkt, ihnen ein sicheres und stabiles Umfeld, verlässliche Betreuung und gute Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

 

Verstärkung für unser Team

Auch personell gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Mit Dorothy konnten wir eine vierte Hausmutter gewinnen. Sie kennt uns bereits aus früheren Jahren und befindet sich momentan in der Einführungsphase. Wir sind sehr zuversichtlich, mit ihr unser Team weiter stärken zu können.

Für fünf Wochen unterstützt uns ausserdem Kerstin, eine Volontärin aus dem Fricktal. Als diplomierte Aktivierungsfachfrau bringt sie viel Erfahrung, Ruhe und Geduld mit. Besonders bei unseren Kleinsten ist sie bereits zu einer wertvollen Unterstützung geworden.

Gleichzeitig entwickeln wir die Organisation in unserem Haus weiter. Künftig werden jeweils zwei Hausmütter gemeinsam im 7/7-Rhythmus arbeiten. Carol wird sich als Household Managerin verstärkt um Organisation und Koordination kümmern.

Mit diesen Veränderungen möchten wir vor allem eines erreichen: mehr Struktur, klare Verantwortlichkeiten und noch mehr Ruhe und Verlässlichkeit im Alltag unserer Kinder.

Währenddessen in der Schweiz…

Hier bereiten wir uns langsam aber sicher auf den Zeiniger Märt vor, der in wenigen Wochen wieder stattfinden wird. Wie immer werden unzählige Kindergesichter geschminkt, und etliche Markt-Waren von den Masai-Ständen in der näheren Umgebung von Ngong angeboten. Wie freuen uns schon jetzt auf viel Besuch und gutes Wetter! 

Nun wünschen wir euch eine schöne Übergangszeit in den Herbst – Vielen Dank für eure Treue und Unterstützung!

Zeitungsartikel in der NFZ: „Youth for Hope macht Freude“

Wir hoffen, ihr habt alle einen gemütlichen Platz im Schatten, am Wasser, oder irgendwo in den Ferien, wo es sich gut aushalten lässt! Zuhause im Büro macht es aktuell leider nicht wirklich Spass bei der Hitze…🥵 Aber immerhin gibt es etwas zu erzählen, bzw. hier einige News zu platzieren, welche letzte Woche in einem neuen NFZ-Artikel publiziert worden sind. 😊 Herzlichen Dank Hans Zemp, für das Verfassen des Artikels!

Viel Spass (vielleicht mit einem kühlen Getränk) beim Lesen:

Youth for Hope macht Freude

Der Spielplatz ist eigentlicher Anziehungspunkt

Im Kinder- und Jugendheim Youth for Hope haben wieder einige Veränderungen stattgefunden. Neben Neuzuzügen freut sich der jüngst erstellte Sportplatz grosser Beliebtheit. Hausmutter Jemimah ist nun in Rente und ihre Nachfolgerin arbeitet sich ein.

Zeiningen wartet im von ihm betriebenen Kinderheim in Ngong, westlich von Nairobi, wieder mit etlichen Neuheiten auf. So wurden Anfang Juni die zweieinhalbjährige Bianca und der vierjährige Morgan neu aufgenommen. Nach Barbara Chindia Haas, Operative Leiterin, haben sich beide «super gut» integriert. Dies fiel den Beiden darum echt leichter, weil sie von ihren für sie neuen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern herzlich aufgenommen wurden. Sogar Pieter, er wurde mit anderthalb Jahren aufgenommen und war nun doch einige Zeit nicht nur der Benjamin in der Bewohnerschar, er war auch der eigentliche Prinz, hat sich an seine neuen Kamerädchen gewöhnen müssen. Dies fiel ihm, er besucht unterdessen den Kindergarten, anfänglich gar nicht leicht. Es geht aber unterdessen gut.

Diverse Schulwechsel standen oder stehen in diesem Jahr wieder an. Veronicah und Virginia besuchen neu die Senior High School, Amos und Stacy wechselten an die Universität. Amos möchte Architekt, Stacy Krankenschwester werden.

Ihre Ausbildung abgeschlossen haben Brendah, sie ist nun Psychologin, und Debbie Brenda als Ernährungsberaterin. Im administrativen Bereich in einem Spital wird man sicher bald Griffin antreffen. In Kenia ist es nicht gerade leicht, eine Arbeitsstelle zu finden. Sicher ist aber, dass der nächste Schritt für alle drei in die Selbständigkeit führen wird.

Neue Hausmutter für Jemimah

Die gute alte Seele in Küche und Haus, die von allen geliebte Hausmutter Jamimah ist unterdessen pensioniert. Sie kann oder will aber noch nicht ganz aufhören. Sie hilft sie von Donnerstag bis Samstag noch so viel mit, wie und wo es ihr ihre Kräfte noch erlauben. Auf diese Art bleibt sie ihrer geliebten Arbeitsstelle und den Jugendlichen noch etwas erhalten.

Momentan arbeitet sich Jeniffer als Nachfolgerin ein. Die harmonisch wirkende Frau hinterlässt bis jetzt einen guten Eindruck. Die Kinder und das Team haben sie sehr gern und offenherzig aufgenommen. Man fühlt sich auf beiden Seiten wohl.

Sarah Steiner entwickelt sich immer mehr zu einer echt treuen Seele in Ngong. Sie wird im Dezember bereits ihren dritten Volontär-Einsatz leisten. Es scheint hier ganz deutlich, dass das Trio Eugster mit ihrem Song «Das mues en Virus si» bei Sarah Steiner den Nagel auf den Kopf getroffen haben.

Aus dem Oberen Fricktal wird Kerstin für sechs Wochen in Ngong ein Volontariat absolvieren. Kerstin ist sich von Berufs wegen den Umgang mit Jugendlichen gewöhnt. Schon heute freuen sich im Ngong alle auf ihr Brotbacken mit Sauerteig. Dies ist ja beinahe so etwas wie eine Rarität.

Der Spielplatz ist erstellt

Im letzten Bericht hat die NFZ erwähnt, dass man in Ngong einen Aussenspielplatz erstellen will. Man hoffte, den Platz bis Ende Februar zu haben. Die Bauabnahme war dann im Mai möglich. Auch in Afrika braucht es gelegentlich Geduld!! Ein Teil der Geräte, etwa die Tore für den Fussball, stammen aus der Schweiz.

Der 16 mal 16 Meter grosse Spielplatz hast sich zu einem eigentlichen Anziehungspunkt entwickelt. Sobald die Jugendlichen aus der Schule zurückkommen, wird darauf Volleyball, Fussball oder Federball gespielt und noch etwas Dampf abgelassen. Spiel und Sport haben einen wirklich grossen Stellenwert erhalten und nehmen neben den Hausaufgaben deutlich einige Zeit in Anspruch.

In Ngong erlebt man das Zusammensein und das zusammen Wohnen der Jugendlichen so, wie dies in einer Familie anzutreffen ist. Diese Familie soll ihre momentane Grösse trotz des moderaten Wachstums der jüngeren Zeit mehr oder weniger behalten. Das Haus ist voll und auch die Aussenstationen sind anspruchsvoll.

Das ganze Projekt ist nur wegen der Grosszügigkeit vieler Leute und der Ehrenamtlichkeit erfolgreich möglich. Mögliche Patenschaften sind ein wesentlicher Zweig der Unterstützung. Bianca und Morgan freuen sich schon heute auf ihren Götti oder ihre Gotte und damit auf ihre neue Bezugsperson.

Zeitungsartikel in der NFZ: „Nicht Perfektion, aber Durchhaltewillen“

Liebe Freunde, das Jahr ist noch jung, aber schon haben wir unseren ersten Zeitungs-Beitrag in diesem Jahr unter Dach und Fach! In der Donnerstags-Grossauflage haben wir erneut einen grosszügigen Platz erhalten. Vielen Dank einmal mehr an dich Hans Zemp, für das Verfassen des Artikels und das platzieren bei der NFZ!

Euch wünschen wir wie immer viel Spass beim Lesen:

Vor einem guten Monat orientierte der Zeininger Verein Youth for Hope im Zeininger Blockhaus über viel Neues im Kinderheim in Ngong. Bis auf den letzten Platz war das Haus voll. Die Gäste freuten sich an den zu erfahrenden Neuigkeiten, am Beisammensein und am guten Essen. Präsident Dominik Rüfenacht bezeichnete die Anwesenden als Familie. Viele von ihnen haben in irgendeiner Weise ihren Fuss im Projekt. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass die Life-Schaltung zum Haus in Ngong und zum in Südafrika Medizin studierenden Ian viel Aufmerksamkeit erlebte. Diese Neuigkeiten preisgebende und gemütliche Zusammenkunft soll weiterhin gepflegt werden.

Der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, das Unterstützerfeld für das Kinderheim zu erweitern, mehr Stiftungen einzubinden und die bestehenden Beziehungen zu pflegen und zu festigen. Eine Institution wie das Kinderheim in Ngong hängt nicht zuletzt auch von gesunden Finanzen ab.

Neu soll der Gemüsegarten zu Gunsten eines Spielfeldes etwas verkleinert werden. Man will dem Bewegungsdrang der Jugendlichen Rechnung tragen. Diese Arbeiten sollen im Februar ihren Anfang nehmen.

Virginiah und Veronicah treten im Januar in eine Boardingschule, in eine Secondary Boarding Highschool ein. Während der drei dafür eingesetzten Jahre wird man die Beiden nur noch in den Ferien daheim antreffen. Die Kinder fühlen sich, wie ein kürzlich gemachter Besuch der NFZ aufzeigte, sehr wohl. Sie sprechen nicht von einem Kinderheim. Für die ist diese Bleibe eine Familie. Auf die Zusammenkünfte in den Ferien freuen sich jeweils alle ganz gehörig.

 

Carol Chege trägt Verantwortung mit

Seit einigen Jahren trifft man die 28-jährige Carol Chege in Ngong mit in der Verantwortung. Die Leiterin Barbara Chindia – Haas hat an ihr eine zuverlässige Stellvertreterin gefunden. Carol ist als Schulmädchen im Kinderheim aufgenommen worden und hat ihre Ausbildungen erfolgreich absolviert. Heute arbeitet sie als Leiterin und Mitverantwortliche für die jungen Leute im Haus. Ihre Domäne sind die Finanzen.

Carol Chege bezeichnet sich als stolze Kenianerin, die in Nairobi geboren wurde. Ihr Leben nahm im Alter von sechs Jahren eine massive Veränderung, als ihre Mutter starb. Zwischenzeitlich wurde sie von ihren Grosseltern aufgenommen. Geld war Mangelware. So wurden regelmässiges Essen, Kleider und Schulsachen oft mehr Traum als Wirklichkeit. Sie habe aber in dieser schweren Zeit gelernt, stark zu werden. Sie lernte zu beten, härter zu arbeiten und auch zu lachen, wenn ihr gar nicht danach zu Mute war.

In dieser harten Situation passierte etwas für sie Entscheidendes. Sie traf Barbare Chindia – Haas. Carol sagt dazu, dass ihr Barbara nicht nur eine neue Bleibe gab, dass sie ihr vielmehr auch einen neuen Lebensweg, eine neue Identität bereitete. Auf diesem neuen Lebensweg erhielt sie nicht nur ein Daheim, sie erhielt ebenso Gelegenheit, eine gute Ausbildung zu machen. In Hotel- und Tourismusmanagement schloss Carol diese Ausbildung erfolgreich ab. Youth for Hope wurde für sie ein sicherer Hafen, wie sie selber sagt. Sie mache oft darüber Witze und sage, dass sie auf dem Arbeitsplatz lebe und dieser ihr Daheim sei. Und «es gibt keinen geschlosseneren Kreis als diesen», ist sie überzeugt.

Bevor Carol beruflich zu Youth for Hope zurückkam, arbeitete sie in einer psychiatrischen Einrichtung als Haushälterin in Karen. «It wasn’t a fancy job», es war also nicht das, was sie suchte, er habe sie aber viel in Sachen Menschlichkeit, Geduld und Verständnis gelehrt. Sie habe gelernt, wie sehr man die Hilfe, auch die nonverbale, von jemandem brauche. Nach dieser Zeit ging für Carol ein Herzenswunsch in Erfüllung. Sie durfte zurück nach Ngong zu Youth for Hope.

Jetzt trage sie viele Hüte, meint sie. Sie strahlt, wenn sie verschiedene Bereiche wie Hausverwalterin, Betreuerin der Kinder, Buchhalterin, grosse Schwester, Freundin und Gelelegenheitstante neben Finanzverantwortliche aufzählt. Alles müsse geplant werden, jedes Kind müsse sich wohl fühlen. So will sie von dem, was sie in jungen Jahren erhielt, etwas zurück geben. Es sei nicht nur Arbeit, es sei auch Sinn und Zweck.

Carol hat nach eigenen Worten nie genug gelernt, nicht nur durch Bücher, sondern viel mehr durch Arbeit, Freude und Misserfolg. Manchmal sei es schon zum Verzweifeln, aber sie sei immer wieder aufgestanden nach dem Motto: Nicht Perfektion, sondern Durchhaltewillen. Sie habe gelernt, dass Lachen, Humor auch im Chaos hilfreich sind. Sie wolle Kinder erziehen, die an sich glauben, sie wolle helfen, dass Mädchen und Burschen lernen ihren Wert zu kennen. Sie wolle aber auch eine Lebenshilfe in allen Lagen sein. Carol will als sehr gläubige Person als das wahrgenommen werden. «Ich habe mit Mühe begonnen, bin durch Hoffnung gewachsen und will in diesem Sinne weiterfahren.»

Ein Blick zurück zum Jahresende

Liebe Freunde, vor ein paar Wochen noch durften wir viele von euch im Blockhaus Zeiningen begrüssen, jetzt steht bereits Weihnachten und das Jahresende vor der Türe! Wir schauen zurück auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr, von dem uns Barbara zum einen am Blockhaus-Event einiges erzählt hat, und zum anderen im Weihnachtsbrief noch in nachzulesender Form und nicht weniger persönlich beschrieben hat.

Neben dem Weihnachtsbrief, den ihr hier aufrufen könnt, möchten wir natürlich auch einige Bilder vom Event mit euch teilen. Wir haben uns wahnsinnig über das volle Haus gefreut!

Zuletzt wünschen wir euch nun natürlich ruhige und frohe Festtage und einen hoffentlich schönen und guten Start ins neue Jahr! Es wird erneut ein Jahr mit vielen Plänen, spannenden Ideen und Gelegenheiten, euch an dieser Stelle wieder Neues zu berichten. Herzlichsten Dank für euren grossartigen Support – ohne euch wäre all das nicht möglich!

Blockhaus-Event – Wir freuen uns auf euch!

Liebe Freunde, nächsten Sonntag ist es wieder soweit: Wir freuen uns sehr, euch nach zwei Jahren wieder im Blockhaus begrüssen und bewirten zu dürfen!

Für Speis und Trank wird selbstverständlich gesorgt, und Barbara wird sich darum kümmern, dass niemand nach Hause geht ohne vorher das Neueste aus den letzten zwei Jahren gehört zu haben.

Wie immer bringen wir viel Bildmaterial mit und sorgen einer Spielecke und einer Mohrenkopf-Wurfmaschine dafür, dass auch die Kinder nicht zu kurz kommen werden!

Ab 12:00 Uhr geht’s los – bis bald!